Physik-Zusatzfahrt zum GYPT nach Dachau

Vom 13. bis zum 15. Februar 2015 sind Julius (Q1), Tassilo (10d), Arman (10d), Daniel (Q3), Herr Dr. Ebert und ich nach Dachau gefahren, zum German Young Physicists Tournament, dem GYPT. Es war eine aufregende Fahrt. Wir haben uns am Freitag, den 13. morgens am Hauptbahnhof getroffen. Begleitet wurden wir noch von einer irischen Kollegin Herrn Dr. Eberts von der Berlin British School, die sich den Wettbewerb anschauen wollte um Eindrücke zu sammeln. Die Hinfahrt dauerte lange und war mehr oder weniger unspektakulär. Alle mussten noch sehr viel an ihren Vorträgen feilen und Herr Dr. Ebert, Mrs. Hayss (die irische Kollegin) und Daniel, der nur als Gast mitfuhr, konnten uns sehr gut dabei unterstützen. Bis auf einen kleinen Zwischenfall beim Umsteigen in Ingolstadt (Mrs. Hayss hatte doch tatsächlich vergessen, dass wir aussteigen wollten und Herr Ebert konnte den Zug gerade noch zum Anhalten bringen!) kamen wir wunderbar in Dachau an und wurden dort in der Jugendherrberge sehr herzlich empfangen. Die Jugendherberge war fantastisch eingerichtet und ließ es an nichts mangeln, man hat sich sehr wohl gefühlt. Abends wurden wir dann offiziell begrüßt. Damit war das 2. GYPT auch offiziell eröffnet. Beim Abendessen hatte der Organisator des Wettbewerbs, Florian "Flo" Ostermaier, die Spielpläne ausgeteilt. An dieser Stelle sei kurz eine kleine Erklärung des GYPT eingeschoben. Es ist ein erst vor einem Jahr ins Leben gerufener Wettbewerb, der den großen internationalen Bruder, das IYPT vorbereiten soll und das deutsche Nationalteam stellen soll. Beim IYPT geht es darum 17 physikalisch anspruchsvolle Rätsel zu lösen. Und der Spielplan enthielt nun die Matches, die ausgespielt wurden (übrigens: es war alles "in english"). Ein Match wird immer von zwei Leuten ausgetragen und besteht aus dem Vortragspart und dem Verteidigungspart. Beim Vortrag stellt ein Teilnehmer sein Projekt vor. Bei der Verteidigung (oder Opposition) soll der Gegner mit ihm über seinen Vortrag diskutieren.

Wir mussten nach dem Essen aber leider immer noch lange weiter an den Vorträgen arbeiten. Meiner war schließlich um kurz nach halb 3 am Samstagmorgen fertig. Welch ein Glück, dass ich erst mittags halten musste. Am Matchtag ging es dann hoch her. Die Matches fanden im nahegelegenem Josef-Effner-Gymnasium statt. Alle 31 Teilnehmer stellten ihr Projekt vor, daneben wurden wir dauerwährend mit Snacks und gutem Essen rundum versorgt. Man sollte auch anmerken, dass alles von der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) finanziert war. Nach den Matches saßen die Juroren in ihrer Runde zusammen und besprachen, welche Teams sich für das Finale qualifiziert hatten und welche 10 Teilnehmer für die Vorauswahl der Nationalmannschaft bestimmt waren. Danach hatten die Organisatoren noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet. Wir bekamen für einen ganzen Abend ein Billardlokal reserviert. Dort gab es ein Nudelbuffet, wunderbaren Nachtisch und Freigetränke, so viel, wie wir wollten. Dann haben sie als ganz besondere Attraktion noch den Bundestrainer des deutschen Billardteams eingealden, der uns einen wahnsinnig interessanten und unglaublich amüsanten Vortrag über das Billardspiel und die Physik dahinter gehalten hat. Um etwa 12 Uhr hatte sich die Gesellschaft im Billardlokal aufgelöst. Herr Ebert hat dann noch sehr lange mit uns und einigen anderen Karten gespielt. 

Am Sonntag war dann das Finale. Die drei besten Teams durften nocheinmal gegeneinander antreten. Daneben gab es auch noch einige Vorträge. Wir waren aber todmüde und wollten eigentlich gerne, dass es möglichst schnell geht. Leider hat es auch keiner von uns in die besten 10 (also die Vorauswahl die deutsche Mannschaft) geschafft. Vielleicht wird sich das im nächsten Jahr ändern. Wir haben jedoch mit unseren aktuellen Mitteln noch keine Chance gegen das Niveau, das die anderen teilweise draufhatten. Und dennoch war es eine wunderbare und sehr lehrreiche Erfahrung und auch einige neue Kontakte konnten geknüpft werden. 

Die Rückfahrt war dann auch noch einmal ganz lustig, wir hatten alles gemeinsam Spaß am Kartenspielen. Und gegen 21:20 waren wir dann auch wieder am Hauptbahnhof. 

Text von Amin (Q1)(2015)