Herder-GYPTer mit Erfolg am Wochenende

Warum springen Flummis manchmal in komischen Winkeln und kommen zum Werfer zurück? Wie bekommt man eine Batterie mit zwei Magneten dazu, wie ein Zug durch eine Drahtspule zu fahren? Wieso reagieren manche Flammen so empfindlich auf Geräusche. Mit diesen und anderen Fragestellungen haben sich die 40 Teilnehmer des Physik-Zusatzkurses ein halbes Jahr lang beschäftigt und teilweise knallharte Wissenschaft in scheinbar simplen Fragen entdeckt. Acht Physiker sind nun am Wochenende beim German Young Physicists' Tournament (GYPT) in Bad Honnef (Rhein) angetreten um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen und gegen 80 andere Teilnehmer aus der ganzen Republik zu verteidigen. Anja Dücker (10p), Roxana Esmaili, Eren Yildirim, Arman Pour Tak Dost, Pascal Walter, Tino Covic, Julius Wachlin (alle Q2) und Julius Richter (Q4), angetreten in drei Teams, mussten auch die Arbeiten der anderen analysieren und gegebenenfalls auf höchsten Niveau vor einer Jury einschätzen. Und es standen jeweils nur 12 Minuten dafür zur Verfügung. Nach einem anstrengenden Samstag mit Turnierrunden von 8 bis 18 Uhr war es geschafft. Der Abend wurde bei Bowling beschlossen und da die meisten bis in die frühen Morgenstunden noch an ihren Präsentationen gefeilt hatten ging es wenigsten dieses Mal vor Mitternacht ins Bett.

Trotz guter Wertungen im Gesamtklassement hatte keines der Herder-Teams es in das Finale am Sonntag geschafft. Drei herausragende Teams zeigten Physik-Matches der Spitzenklasse und zeigten physikalischen Sachverstand, der selbst die zahlreichen anwesenden Professoren beeindruckte. Wir haben gesehen, wo die Messlatte hängt und obwohl wir gut vorbereitet waren, schien uns der Weg noch weit. Die große freudige Überraschung war, dass Anja Dücker, unsere Jüngste, in das Nationalteam berufen wurde. In der Gesamtwertung von knapp 90 Teilnehmern lag sie auf dem sechsten Rang und wird jetzt als eine der zehn besten jungen Physikerinnen und Physiker Deutschlands zum internationalen Teil des Wettbewerbs weitergehen.

Damit beginnt die Arbeit aber erst richtig. Im nächsten Monat muss sie ein weiteres Projekt bearbeiten um dann Ende März im nächsten Wettbewerb anzutreten.

Das Gute ist, dass ihr Team komplett hinter ihr steht und sie bei ihrer Forschungsarbeit unterstützen wird. Alles Gute, Anja. Wir sind stolz auf Dich.

Teilnehmer am diesjährigen GYPT