Gendarmenmarkt
Auf dem Platz befinden sich drei geschichtsträchtige Gebäude, zum einem das Konzerthaus, zum anderen der französische und der deutsche Dom. Als erstes dieser drei Gebäude entstand der Französische Dom zum Dank an die Hugenotten, welche sich in einer großen Zahl in Preußen niedergelassen hatten und durch ihr Wissen und ihre Fähigkeiten die wirtschaftliche Situation Preußens bestärkten. Zum Ausgleich wurde der deutschen Gemeinde auch ein Dom gebaut. Die charakteristischen Kuppeln erhielten die beiden Bauten erst in einer umfassenden Neugestaltung des Gendarmenmarktes unter Friedrich dem Zweiten. Zwischen den beiden Domen steht heute das Konzerthaus, welches 1821 nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel fertig gestellt wurde.
Bismarck-Nationaldenkmal
Das Bismarck-Nationaldenkmal wurde 1901 zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers in Berlin eingeweiht. Es wurde von einem der Lieblings Bildhauer des damaligen Kaisers Wilhelm II erstellt. Die 6.6m Hohe Bronzefigur Bismarcks stand nicht immer an seinem heutigem Platz, dem Großen Stern sondern wurde 1938 von seinem ursprünglichem Standtort dem Platz der Republik versetzt. Die Figur des Reichskanzlers ist von vier weiteren Figuren (einer Sibille, einem Siegfried, einem Atlas und einem Siegfried) umgeben, welche typisch für die damalige Darstellung Bismarcks als eine Art Übermensch stehen soll. Ein Grund für diese Darstellung sind die drei gewonnenen Kriege gegen Dänemark(1864), Österreich(1866) und Frankreich (1870/71) welche auch als die Einigungskriege bekannt sind und an die Siegessäule in Mitten des Großen Sterns erinnert.
Wilhelmstraße
Einen Zwischenstopp machten wir an der Mohrenstraße, wo der noch heute mit einem Mohren werbende Schokoladenhersteller Sarotti seinen Sitz hatte. Heute stehen an der Mohrenstraße die tschechische und die nordkoreanische Botschaft im Stil der 1970-er Jahre.
Kurz darauf überquerten wir die geschichtsträchtige Wilhelmstraße. Hier fand 1884 bis 1885 die Kongokonferenz statt, eine Versammlung, in der die europäischen Kolonialmächte Zentralafrika unter sich aufteilten. Vor dem Zweiten Weltkrieg lag hier das Machtzentrum des Deutschen Reiches, u.a. mit der Alten und der Neuen Reichskanzlei. Die Reichskanzlei wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber noch heute finden sich an der Wilhelmstraße viele Regierungsgebäude, umgeben von Plattenbauten aus der Endphase der DDR.
Schlossplatz
Der Schlossplatz ist ein Platz auf der Museumsinsel und bezeichnet die Fläche, die westlich durch die Spree, nordwestlich von der Schlossbrücke und nördlich vom Lustgarten begrenzt wird. Auf dieser Fläche stand das Berliner Stadtschloss, in dem die Hohenzollern über 500 Jahre lang regiert haben. Nach der Sprengung des Schlosses 1950 durch Beschluss von Walter Ulbricht (SED-Generalsekretär der DDR) wurde 1973 auf dem östlichen Teil der ehemaligen Schlossfläche der Palast der Republik gebaut. Dieser wurde 1990 wegen Asbestverseuchung geschlossen und 2006-2008 abgerissen. Im Frühjahr 2013 soll das Humboldt-Forum auf dem Schlossplatz errichtet werden, die Kosten betragen 600 Mio. Euro für den Bau und 80 Mio. Euro für die Fassade. Die Fassadenkosten sollen durch Spenden finanziert werden.
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Besonderheiten
„Der Tor schmeichelt sich selbst und der Kluge dem Toren.“
Johann Gottfried Herder